
Wien – Österreich hat am Mittwoch, dem 22. April 2026, seine Unterstützung für die Resolution 2797 (2025) des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen erneut klar bekräftigt und die Ansicht vertreten, dass eine „echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität eine der realisierbarsten Lösungen“ für die Beilegung des regionalen Konflikts um die Marokkanische Sahara darstellen könnte.
Diese feierliche Stellungnahme wurde in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten, die im Anschluss an das Treffen in Wien zwischen der österreichischen Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten, Beate Meinl-Reisinger, und dem marokkanischen Minister für auswärtige Angelegenheiten, afrikanische Zusammenarbeit und im Ausland lebende Marokkaner, Nasser Bourita, der sich auf einem Arbeitsbesuch in der österreichischen Hauptstadt befand, verabschiedet wurde.
Eindeutige Unterstützung für die Resolution 2797
In diesem Dokument begrüßt Österreich die Verabschiedung der Resolution 2797, die die Bemühungen des UN-Generalsekretärs und seines persönlichen Gesandten uneingeschränkt unterstützt, „die Verhandlungen auf der Grundlage des von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplans zu erleichtern und zu leiten, um eine gerechte, dauerhafte und für alle Seiten akzeptable Lösung zu erreichen “.
Österreich begrüßte zudem „die Bereitschaft Marokkos, darzulegen, wie sich eine Autonomie im Rahmen der marokkanischen Souveränität konkretisieren würde“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Diese bekräftigte Position Wiens festigt den wachsenden Konsens, der durch die von Seiner Majestät König Mohammed VI., möge Gott ihm beistehen, angestoßene internationale Dynamik zugunsten der marokkanischen Identität der Sahara und der Autonomie-Initiative entstanden ist, gekrönt durch die Verabschiedung der Resolution 2797 am 31. Oktober 2025.
Österreich begrüßt die marokkanischen Reformen
Darüber hinaus begrüßte Österreich die umfassenden Reformen, die in Marokko unter der Führung von König Mohammed VI. durchgeführt wurden, „zugunsten einer offeneren und dynamischeren marokkanischen Gesellschaft und Wirtschaft, insbesondere dank des neuen Entwicklungsmodells und der fortgeschrittenen Regionalisierung sowie der Stärkung der Rolle der Frau und der nachhaltigen Entwicklung“.
Die beiden Minister würdigten die historische und privilegierte Partnerschaft zwischen dem Königreich Marokko und der Republik Österreich, deren diplomatische Beziehungen im Februar 2023 ihr 240-jähriges Jubiläum feierten.
Neues Modell der Süd-Süd-Zusammenarbeit
Österreich würdigte zudem die Bemühungen Marokkos, ein neues Modell der Süd-Süd-Zusammenarbeit zu entwickeln, und betonte die Bedeutung der Förderung der dreiseitigen Zusammenarbeit zwischen Österreich, Marokko und ihren Partnern auf dem afrikanischen Kontinent. Rabat und Wien betonten die Notwendigkeit, den Dialog zwischen der Europäischen Union, ihren südlichen Nachbarn und dem euro-afrikanischen Raum zu verstärken.
Beide Länder begrüßten die gemeinsame Erklärung des 15. Assoziationsrates EU-Marokko (Brüssel, 29. Januar 2026), in der der am 28. November 2025 in Barcelona ins Leben gerufene Mittelmeerpakt gewürdigt wird, der Ausdruck einer gemeinsamen strategischen Zielsetzung ist.
Ein neuer strategischer Dialog zwischen Marokko und Österreich
Um diese neue Dynamik zu besiegeln, unterzeichneten die beiden Minister eine Absichtserklärung (MoU) zur Einrichtung eines strategischen Dialogs zwischen Marokko und Österreich. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, die bilateralen Beziehungen auf die Ebene einer umfassenden und authentischen strategischen Partnerschaft zu heben, auf der Grundlage der gegenseitigen Achtung der Souveränität, der territorialen Integrität und der Nichteinmischung.
Das MoU knüpft an die am 1. März 2023 verabschiedete gemeinsame politische Erklärung sowie an den offiziellen Besuch des österreichischen Bundeskanzlers Karl Nehammer in Marokko an, der am 28. März 2023 mit einer gemeinsamen Erklärung abgeschlossen wurde.
Die Minister bekräftigten zudem ihr Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt als Voraussetzung für eine friedliche Koexistenz zwischen Israel und Palästina innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen.

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