Addis Abeba, 12. Februar 2025 – Die Wahlen der fünf Mitglieder des Rates für Frieden und Sicherheit (CPS) der Afrikanischen Union (AU), die am Mittwoch, den 12. Februar 2025 in Addis Abeba stattfanden, endeten mit einem durchschlagenden Misserfolg für Algerien. Trotz einer intensiven diplomatischen Kampagne und anhaltender Bemühungen, einen Sitz in diesem Exekutivorgan zurückzugewinnen, gelang es Algerien nicht, die erforderliche Stimmenmehrheit zu erreichen.

Algerien, das Marokko im PSC ersetzen wollte, wurde von vielen AU-Mitgliedstaaten abgelehnt. Das Prinzip der geografischen Rotation, auf das Algier seine Kandidatur stützte, reichte nicht aus, um die Mitgliedstaaten zu überzeugen. Marokko, unterstützt von seinen Verbündeten, konnte diesen Versuch blockieren und so eine Verschiebung der Wahlen um ein bis zwei Monate erzwingen.

Dieser Rückschlag ist ein schwerer Schlag für die algerische Diplomatie, die gehofft hatte, ihr Image innerhalb der AU aufpolieren zu können, nachdem sie zwischen 2003 und 2021 den PSC dominiert hatte. Der algerische Außenminister Ahmed Attaf verließ am Abend des 12. Februar überstürzt Addis Abeba und signalisierte damit die Enttäuschung des algerischen Regimes über diesen Misserfolg.

Der PSC, das ständige Entscheidungsgremium der AU für die Prävention, Bewältigung und Beilegung von Konflikten, bleibt ein strategisches Ziel für die Mitgliedstaaten. Der PSC, der sich aus 15 Mitgliedern zusammensetzt, die nach den Grundsätzen der Rotation und der gerechten regionalen Vertretung gewählt werden, spielt eine zentrale Rolle bei der Förderung von Frieden und Sicherheit auf dem Kontinent.

Dieses Scheitern unterstreicht die wachsende Isolation Algeriens innerhalb der AU, trotz seiner früheren Ansprüche, eine führende Rolle in afrikanischen Angelegenheiten zu spielen. Marokko seinerseits bestätigt seinen wachsenden Einfluss innerhalb der Organisation, der durch die Unterstützung seiner Verbündeten und seine strategische Position innerhalb der AU-Kommission gestärkt wird.

Die nächsten Wahlen, die innerhalb von ein bis zwei Monaten stattfinden sollen, werden für die Zukunft der nordafrikanischen Vertretung innerhalb des PSC entscheidend sein. In der Zwischenzeit markiert diese Episode einen bedeutenden Wendepunkt in der politischen und diplomatischen Dynamik innerhalb der Afrikanischen Union.



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