
Der französische Präsident Emmanuel Macron beginnt am Montag, den 28. Oktober, einen dreitägigen Staatsbesuch in Marokko, der den bilateralen Beziehungen neuen Schwung verleihen soll.
Der Besuch, der auf eine Einladung von König Mohammed VI. zurückgeht, „soll eine neue Ambition für die nächsten 30 Jahre“ in den französisch-marokkanischen Beziehungen markieren, wie der Elysée-Palast erfreut feststellte.
Der Staatsbesuch von Emmanuel Macron in Marokko stellt einen strategischen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Paris und Rabat dar. Der dreitägige Besuch ist von entscheidender Bedeutung, um die Annäherung zwischen den beiden Ländern nach einer Reihe von Meinungsverschiedenheiten und diplomatischen Spannungen zu formalisieren und zu stärken.
Hintergrund der Spannungen :
1. Visa und Pressefreiheit: Frankreich hatte die Zahl der Visa für nordafrikanische Staatsbürger reduziert, was von Marokko negativ aufgenommen wurde. Darüber hinaus hatte eine Abstimmung im Europäischen Parlament, in der die Pressefreiheit in Marokko kritisiert wurde, die Beziehungen angespannt.
2. Sahara : Die Sahara , eine umstrittene Region, war lange Zeit ein Streitpunkt zwischen Marokko und Algerien, und die Position Frankreichs in dieser Frage war entscheidend. Indem es den von Rabat vorgeschlagenen Autonomieplan unterstützte, entschied sich Frankreich bewusst für eine Stärkung seiner Beziehungen zu Marokko, was Algerien nicht gefiel.
Ziele des Besuchs :
1. Wirtschaftliche Zusammenarbeit: Die Gespräche werden sich auf verschiedene Wirtschaftsabkommen beziehen. Eine Delegation von Vertretern von rund 50 Unternehmen begleitet Macron, um neue Investitionsmöglichkeiten und Partnerschaften zu erkunden.
2. Einwanderung und Sicherheit: Der französische Innenminister Bruno Retailleau nimmt an den Gesprächen über die Einwanderung teil, die für Frankreich eine große Herausforderung darstellt.
3. Gemeinschafts- und Sportprojekte: Frankreich möchte auch aus den sportlichen Großereignissen, die Marokko ausrichten wird, wie der Fußballweltmeisterschaft 2025 und der Fußballweltmeisterschaft 2030, Kapital schlagen und bei Infrastruktur und Entwicklung zusammenarbeiten.
Strategische Bedeutung :
1. Tor zu Afrika: Marokko wird als Schlüsselpartner für die afrikanischen Ambitionen Frankreichs gesehen, das seine wirtschaftliche und diplomatische Präsenz auf dem Kontinent ausbauen möchte.
2. Politische Stärkung: Der Besuch ist auch eine Gelegenheit für Frankreich, seine Unterstützung für Marokko auf der internationalen Bühne zu bekräftigen und dem wachsenden Einfluss anderer Mächte in der Region, insbesondere Algeriens, entgegenzuwirken.
Der Besuch von Emmanuel Macron in Marokko ist somit Teil einer umfassenderen Strategie, die darauf abzielt, die bilateralen Beziehungen zu festigen und neue wirtschaftliche und politische Möglichkeiten in einer für Frankreich strategisch wichtigen Region zu nutzen.

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