Der Minister für Landwirtschaft, Seefischerei, ländliche Entwicklung und Wasser- und Forstwirtschaft (MAPMDREF), Mohammed Sadiki, nahm am Donnerstag, den 18. Januar 2024, zusammen mit dem EU-Agrarkommissar und dem deutschen Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft und zahlreichen für die Landwirtschaft zuständigen Ministern an der Eröffnungszeremonie der 88. Internationalen Grünen Woche Berlin teil, die vom 19. bis 28. Januar 2024 in Berlin stattfindet.

Bei dieser Gelegenheit besuchte der Minister am Freitag, dem 19. Januar, die Messe der Grünen Woche und eröffnete den marokkanischen Pavillon. Er wurde von der marokkanischen Botschafterin in Deutschland, Zohour Alaoui, dem deutschen Minister für Ernährung und Landwirtschaft und mehreren Persönlichkeiten begleitet.

Der von Morocco Foodex organisierte marokkanische Pavillon erstreckt sich über eine Fläche von 623 m2 und umfasst etwa 20 Stände, an denen marokkanische Produkte aus der Region ausgestellt werden. Es gibt einen zentralen Unterhaltungsbereich, in dem kulturelle Veranstaltungen und Kochshows organisiert werden, um die marokkanische Gastronomie bekannt zu machen. Etwa 20 Kooperativen und wirtschaftliche Interessengruppen, die die zwölf Regionen Marokkos repräsentieren, stellen eine breite Palette von marokkanischen Produkten aus, die die Vielfalt, Authentizität und den Reichtum des nationalen Bodens und der marokkanischen Kultur widerspiegeln.

Jahr in Folge zielt die Teilnahme Marokkos an der Grünen Woche in Berlin darauf ab, die marokkanischen Agrar- und Ernährungsprodukte, insbesondere die regionalen Produkte, bekannt zu machen, aber auch den Export von Agrar- und Ernährungsprodukten zu stärken und neue Absatzmärkte für das marokkanische Angebot auf dem internationalen Markt zu erkunden.

Die 1926 gegründete Internationale Grüne Woche in Berlin ist eine der größten Veranstaltungen der Welt, die sich mit Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau befasst. Sie bringt Verbraucher, Entscheidungsträger, Betreiber von Vertriebsketten und Forscher im Bereich der landwirtschaftlichen Innovation zusammen. Auf der diesjährigen Messe sind mehr als 1400 Aussteller aus 60 Ländern vertreten, die auf einer Fläche von 118.000 m² mehr als 300.000 Besucher empfangen.

Ministerrunde über den Dialog der Agrarpolitik

Der Minister nahm an der Ministerrunde teil, die von der Weltbank, dem Vereinigten Königreich und dem deutschen Landwirtschaftsministerium unter dem Thema „Dialog über Agrarpolitik“ organisiert wurde.

In seiner Rede am Runden Tisch teilte der Minister die Erfahrungen Marokkos beim Übergang zu einer nachhaltigeren Agrarpolitik. Er stellte die marokkanische Agrarstrategie für den Zeitraum 2020-2030 „Generation Green“ vor, die in ihrer ersten Grundlage dem menschlichen Element Priorität einräumt und in ihrer zweiten Grundlage auf die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten ausgerichtet ist, durch die Anpassung an den Klimawandel, die Nachhaltigkeit der Wertschöpfungsketten und die Erhaltung und Optimierung der Nutzung der natürlichen Ressourcen, insbesondere Wasser und Boden. Mit massiven Investitionen in innovative landwirtschaftliche Praktiken und Technologien strebt die marokkanische Landwirtschaft die Widerstandsfähigkeit ihres Nahrungsmittelsystems und die Nachhaltigkeit ihrer Landwirtschaft an, wobei der Mensch im Mittelpunkt steht.

Da die Herausforderung des Klimawandels ein globales Anliegen ist, fügte der Minister hinzu, dass die internationale Zusammenarbeit zur Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen weiterhin von entscheidender Bedeutung ist, um den Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und die Landwirtschaft entgegenzuwirken. Die Triple-A-Initiative, die von Marokko auf der COP22 ins Leben gerufen wurde, zielt auf die Entwicklung nachhaltiger, widerstandsfähiger und tragfähiger landwirtschaftlicher Produktionssysteme ab, die zur Ernährungssicherheit und zu besseren Lebensbedingungen beitragen, und wies darauf hin, dass diese Initiative sieben afrikanischen Ländern ermöglicht hat, klimafreundliche Investitionspläne zu erstellen.

Das Rundtischgespräch ist Teil des politischen Dialogs über den Übergang zu einer nachhaltigen Landwirtschaft und baut auf der beispiellosen Dynamik der Umgestaltung der Nahrungsmittelsysteme auf der COP28 auf. Ziel ist es, die Prioritäten für politische Maßnahmen und Partnerschaften zu diskutieren, die in den nächsten zwei Jahren aufgebaut werden sollen.

Der Dialog über die Agrarpolitik wurde von der britischen Präsidentschaft der COP26 und der Weltbank initiiert und bietet eine Plattform für den Wissensaustausch, die Förderung von Partnerschaften und die Mobilisierung der politischen Führung für die Transformation der Nahrungsmittelsysteme.



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