Die Arbeiten des 4. G20-Investitionsgipfels „Compact With Africa“ begannen am Montag, dem 20. November, in Berlin mit der Teilnahme Marokkos, vertreten durch den Regierungschef Aziz Akhannouch.

Auf dem Gipfel betonte Akhannouch die Bedeutung der marokkanisch-deutschen Partnerschaft, die auf soliden Beziehungen beruht, die sich in verschiedenen Bereichen ständig verstärken, und wies darauf hin, dass die deutschen Investitionen in Marokko zwischen 2015 und 2022 um das Sechsfache steigen werden. In der Tat stieg das Handelsvolumen im ersten Quartal dieses Jahres um 30%, was 1,5 Milliarden Euro in drei Monaten entspricht. „Diese Zahl spiegelt das große Potenzial des Handels zwischen den beiden Ländern und die vielversprechenden Möglichkeiten im Bereich der Investitionen und der Entwicklung von Wertschöpfungsketten wider“, bemerkte er.

In diesem Zusammenhang betonte der Regierungschef die wichtigsten Bereiche der Zusammenarbeit zwischen Rabat und Berlin, insbesondere den Automobilsektor, und unterstrich die wichtige Rolle, die deutsche Unternehmen im Rahmen der Automobilindustrie des Königreichs spielen. Akhannouch hob auch die Strategie Marokkos im Bereich des grünen Wasserstoffs hervor. Er wies darauf hin, dass „Deutschland dank seiner Expertise eine wichtige Rolle bei der Begleitung der Entwicklung dieses Sektors spielen kann“.

Der Regierungschef wies auch auf die Bedeutung hin, die Marokko der Entwicklung des afro-atlantischen Raums beimisst, der 23 Länder an der Atlantikküste umfasst. Er sagte, dass dieser Raum von großer Bedeutung für Wachstum und Wertschöpfung sei, aber es fehle an logistischer Infrastruktur wie Häfen, Straßennetzen und Wasserentsalzungsanlagen.

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz sagte, dass „Compact With Africa“, eine Initiative der G20, darauf abzielt, das enorme Potenzial Afrikas hervorzuheben, um die globalen Ziele der Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit zu erreichen. „Seit der Gründung dieses Gipfels unter der deutschen G20-Präsidentschaft im Jahr 2017 haben wir uns zwei Ziele gesetzt: private Investitionen und Beschäftigung zu fördern und die Reformen in den Partnerländern voranzutreiben, um den Weg für ein nachhaltiges Wachstum zu ebnen, das den Bürgern voll zugute kommt“, erklärte der deutsche Regierungschef.

Die Wirtschaftsleistung der Compact With Africa-Länder liegt über dem afrikanischen Durchschnitt, sagte er und wies darauf hin, dass das Exportwachstum dieser Länder im letzten Jahr dreimal so hoch war wie in anderen Ländern des Kontinents.

Der marokkanische Regierungschef traf am Sonntag in Berlin ein, um am nächsten Tag an der G20-Initiative für Afrika „Compact with Africa“ teilzunehmen.

Am Tag seiner Ankunft hatte er mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz über die Möglichkeiten zur Förderung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in allen Bereichen gesprochen.

Das Treffen bot auch die Gelegenheit, eine Reihe von Dossiers und Themen von gemeinsamem Interesse zu erörtern und mögliche Formeln für den Aufbau von Partnerschaften auf wirtschaftlicher und handelspolitischer Ebene zu diskutieren.

Bei dem Gespräch, das in Anwesenheit der Ministerin für Wirtschaft und Finanzen, Nadia Fettah, und der Botschafterin SM des Königs in Deutschland, Frau Zohour Alaoui, stattfand, begrüßten beide Seiten auch die ausgezeichnete Partnerschaft zwischen den beiden Ländern und besprachen die verschiedenen aktuellen und künftigen Herausforderungen.



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